Vortrag Bewegung von Rechts

Bewegung von Rechts

Ein Update zu Organisationen, Ideologien, Strategien und Abgründen von rechts in Bayern. Vor dem Hintergrund einer allgemeinen rassistischen Mobilisierung und der in Bayern mit absoluter Mehrheit regierenden CSU gibt das a.i.d.a.-Archiv (München) einen Überblick über „Identitäre Bewegung“, „Reichsbürger“, AfD & Co.

Die „PEGIDA“-Aufmärsche der letzten zwei Jahre haben offensichtlich als Türöffner für eine neue „Protestkultur“ von rechts gewirkt: mehr und mehr Akteur_innen der radikalen Rechten besetzen den öffentlichen Raum als politische Arena. Doch dabei bleibt es nicht: Wie der Polizistenmord von Georgensgmünd, mindestens vier Mordversuche von rechts in Bayern sowie der Flächenbrand rassistischer Gewalt im vergangenen Jahr zeigen, ermächtigen sich auch mehr und mehr Akteur_innen von rechts zum Angriff.

Kommt zum Vortrag am 8.4. um 16.00 Uhr im Oberen Donauturm (Ziegelländeweg 3).
(Zusammenarbeit mit Linksjugend Ulm und Falken Ulm)

Frei.Wild – „Heimat. Liebe. Fickt euch alle“

Frei.Wild polarisieren nicht nur musikalisch, sondern auch politisch. Die Debatte um die Band aus Südtirol reißt nicht ab und wurde erst jüngst wieder befeuert durch die Echo-Verleihung 2016, bei der die Band in der Kategorie „Rock/Alternative national“ den Preis der deutschen Musikindustrie zugesprochen bekam.
Doch was ist problematisch an dieser Band, die sich selbst das Label „unpolitisch“ auferlegt hat?

In dem Vortrag soll durch eine Einsicht in Lyrics, Interviews und Zeichensprache die Selbstdarstellung Südtiroler untersucht werden. Darüber hinaus will der Vortrag zeigen, dass die Band mit der Kontroverse die sie provoziert mehr als geschickt umzugehen weiß. Es soll der Versuch unternommen werden zu klären, wo die Ursprünge der Debatte um Frei.Wild liegen. Welchen Anteil hat die Band selbst an ihrem Ruf? Und weshalb ist der Vorwurf am Ende leider berechtigt, es handle sich bei Frei.Wild um eine rechte oder gar nationalistische Band?

Kommt zum Vortrag am 25.02. um 16.00 Uhr im Oberen Donauturm (Ziegelländeweg 3).
(Zusammenarbeit mit Linksjugend Ulm und Falken Ulm)

Ausbrechen statt Aushalten

Um uns gegen Sexismus, der hier immer noch als Normalzustand gilt, zu wehren. Um das Schweigen zu brechen. Um zu zeigen, dass nicht der Mensch, der aufgrund seines Geschlechts angegriffen wird Schuld hat, sondern wir ein gesellschaftliches Problem haben, machen wir am 11.3. einen Flashmob. Sei dabei! Egal ob du dich informieren oder unterhalten willst, ob du Menschen mit deren Geschichten und Ansichten kennenlernen- oder du die antisexistische Bewegung unterstützen und ein Zeichen setzen willst.

Aufruf: Ausbrechen statt Aushalten 1

-Fotze, Schlampe, Pussy-. Diese Wörter fallen immer dann, um dich herabzuwürdigen.Sei es die sexuelle Reduzierung auf deinen Körper, die dich als Objekt wirken lässt, oder die „Macho“-Sprüche von einem Mann*, der nach einer Abweisung, erst mal sein Ego wieder stärken muss, indem er sich hinter seinen stereotypischenen, sexistischen Männlichkeitsidealen versteckt und damit zeigt, dass du in seinen Augen als Frau* schwach und nichts wert bist. Auffallend dabei ist, dass diese Ausdrücke immer im Wortsinn einer Frau* – und Angriffe auf ihre Sexualität sind. Wenn der Satz – Stell dich nicht so an, wie ein Mädchen- fällt, der Männlichkeit fordert, so wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen wird, wird damit das weiblich wahrgenommene Verhalten abgewertet. Männlichsein bedeutet: stark, mutig und erfolgreich. Weiblich zu sein bedeutet in diesem Kontext, dass man emotional und hilflos ist.

Ob am Arbeitsplatz, auf der Straße, im Verein oder zu Hause: Unser Alltag wird von sexistischen Bemerkungen und Handlungen begleitet. Oft sind diese so gewöhnlich wie das Atmen und wir stören uns nicht weiter an ihnen. ABER: Ist es deswegen gut, geschweige denn gerecht, wie es jetzt ist? Ist es nicht eher erschreckend, dass sich der Sexismus und mit ihm zusammenhängende Verhaltensweisen so in unseren Köpfen verankert haben, dass sie als „gewöhnlich“ gelten? In einer Zeit, in der eine Partei wie die AfD, die unter anderem Forderungen stellt, die die Frau* zurück an den Herd fordert und ihr als einzige Aufgabe das Kinderhüten propagiert, so viel Zuspruch bekommt. Diese Partei greift aber dann doch immer wieder die „Frauenrechte“ auf, um ihre rassistische Propaganda zu verbreiten. In einer Zeit, in der ein Mensch wie Trump, welcher sich offen rassistisch und sexistisch äußert, Präsident der USA werden kann.
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Die Funktionsweise von rechter Sprache und Hate Speech

„Die Funktionsweise von rechter Sprache und Hate Speech“, Vortrag und Diskussion mit Johannes Scholz (Fachinformationsstelle Rechtsextremismus, München)

Johannes Scholz wird in seinem Vortrag kurz das städtische Münchner Netzwerk gegen Rechtsextremismus vorstellen und referiert dann zur Funktionsweise von rechter, menschenverachtender Sprache und Hate Speech.

Donnerstag, 16. Februar 2017, 19 Uhr in der Geschäftsstelle des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg e.V., Büchsengasse 13

Veranstalter ist das DZOK Ulm

Eintritt frei, Spenden sind willkommen