Bericht Soli-Kundgebung für den Danni

 

Am 25.11. haben wir mit mehreren anderen Gruppen eine Soli-Kundgebung für den Dannenröder Forst veranstaltet. Es kamen etwa 100 Menschen. Auch das Thema des achtspurigen Ausbau der Adenauer Brücke lokal hier in Ulm wurde angeschnitten. Eine erste Position dazu haben wir in dem gemeinsamen Text mit der Grünen Jugend, Young and Queer und der Linken Ulm veröffentlicht.

Hier ein paar Eindrücke der Kundgebung und unsere Redebeiträge.

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Bericht Gedenkveranstaltung Rafael Blumenstock und offener Brief

Die gestrige Veranstaltung in Gedenken an Rafael Blumenstock hat uns sehr berührt. Von den 70 Teilnehmer*innen brachten einige Blumen und Kerzen mit und es gab spontan zwei Beiträge von Zeitzeug*innen. Eine Zeitzeugin ergänzte uns gegenüber, dass Rafael Blumenstock ein außergewöhnlich begabter Musiker war und auf dem Klavier besonders gut improvisierte. Auch sei er ein sprachliches Talent gewesen.

Die Mutter von Rafael äußerte sich im SWR.

Große Teilnahme am Gedenken trotz der Pandemie

Wir brachten Transparente an, die in dieser Form schon 1990 und 1991 von Aktivisti verwendet wurden, um die damals schon klar geäußerten politischen Botschaften wiederzugeben. Continue reading „Bericht Gedenkveranstaltung Rafael Blumenstock und offener Brief“

Rafael Blumenstock; gegen das Vergessen

Am 04.11.20 ist der 30. Jahrestag des Mordes an Rafael Blumenstock. Er wurde brutal auf dem Münsterplatz ermordet von mehreren bis heute unbekannten Tätern. Das Motiv konnte nicht aufgeklärt werden doch es gibt deutliche Hinweise, dass es sich um einen schwulenfeindlichen und rechten Mord handelt. Wir rufen zu einem Gedenken auf:

Am 04.11. um 18 Uhr auf dem Münsterplatz.

Wir wollen neben dem Gedenken auch Forderungen stark machen:

– Ein neues Mahnmal für Rafael Blumenstock. Das alte ist kaum sichtbar und beschädigt. Es steht viel mehr für das Vergessen des Mordes als für eine Mahnung.

– Veröffentlichung von Informationen von damaligen Ermittlung zu Nazistrukturen

– Eine Untersuchung zu personellen und strukturellen Kontinuität (sowohl die Kontinuität von der NS-Zeit bis 1990, sowie 1990 bis jetzt)

– Einstufung des Mordes als Verdachtsfall rechter Gewalt

Doch was hat der Mord mit Nazis zu tun und warum überhaupt dieses Thema derart politisieren?

Rafael Blumenstock wurde getötet weil er anders war.

Rafael schminkte sich gelegentlich, trug „Frauenkleider“, war links und sprach fremde Leute nach dem Namen oder der Telefonnummer an. Viele hielten ihn wohl deswegen für schwul. Doch das heißt auf keinen Fall, dass Rafael Blumenstock auch nur einen Funken an Mitschuld an dem Mord trägt!

Neben der Außenwahrnehmung von Rafael Blumenstock spricht auch der besonders brutale Mord für ein Hassverbrechen und es gab Hinweise auf Nazis am Tatort. Zudem gab es zu der Zeit in Ulm eine große Präsenz von Nazis, sowie viele Gewalttaten, die dokumentiert sind. Auch gab es viele Angriffe auf vermeintlich Schwule in ganz Deutschland sowie in Ulm. Hier herrschte eine schwulenfeindliche Stimmung.

Belege und eine Ausführliche Recherche über die damaligen Verhältnisse finden sich hier: https://kollektiv26.blackblogs.org/2020/10/13/gegen-das-vergessen-der-mord-an-rafael-blumenstock-in-ulm/

Die Forderungen werden gestellt von: Kollektiv.26 – Autonome Gruppe Ulm, Young and Queer Ulm e.V., Jusos Ulm, Grüne Jugend Ulm, Neu-Ulm, Alb-Donau, DIE LINKE Ulm / Alb-Donau, Mein Ich gegen Rassismus

Bitte kommt mit Mund- und Nasenschutz und haltet Abstand. Bitte keine Parteifahnen.

Aktionswochenende gegen „Querdenken“

Wir waren das Wochenende über in Konstanz und haben dazu auch ein paar Hintergründe getwittert. Schaut gerne rein. Als kleines Fazit: Es gab zwar Komplikationen, aber wir konnten die Rechten und Verschwörungstheoretiker durchaus stören. Es gab Lautstarken Protest in unmittelbarer Nähe und Rauchtöpfe bei deren Bühne. Es hat sich also gelohnt nach Konstanz zu fahren, Dank an die Leute vor Ort für die Orga! Mehr Infos auf Twitter:

Außerdem erschien auf Indymedia ein Kurzbericht über das Wochenende.

 

Seebrücken Kundgebung

Gestern fand eine kurzfristig angekündigte Kundgebung der Seebrücke Ulm statt. Obwohl nur zwei Tage zwischen Ankündigung und Kundgebung lagen waren mehrere Hundert Menschen vor Ort. Wir und die Menschen von der Seebrücke haben auf 300 bis 400 geschätzt, Presseberichte sprechen von 500 Teilnehmenden.

Es ist schön, dass so viele Menschen wie noch nie an Kundgebungen der Seebrücke teilnehmen. Doch es ist unerträglich dass wir seit Jahren wegen den gleichen Thema auf die Straße gehen und sich kaum was verändert.

Das war auch Teil des Redebeitrages den eine Aktivist*in von uns gestern hielt. Hier die Deutsche Textversion, darunter die englische Version:

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